Definitionen der Begriffe, die in Lucanet verwendet werden

Glossar

A

Anlageklasse

In Lease Accounting fasst eine Anlageklasse Leasinggegenstände zusammen, die gleiche Merkmale aufweisen und derselben buchhalterischen Behandlung unterliegen, z. B. Gebäude oder Fahrzeuge. Jede Anlageklasse hat einen Anlageklassentyp sowie eine minimale und eine maximale Abschreibungsdauer. Anlageklassen sind für Zinssätze und für die Kategorisierung von Vertragskomponenten erforderlich.

Ansicht

Welche Dimensionen die Dimensionsleiste in Büchern und Spiegeln anzeigt, hängt von der Konfiguration der jeweiligen Ansicht ab, zu der die Dimensionsleiste gehört. Der Lucanet.Financial Client und Consolidation & Financial Planning bieten die Möglichkeit, unterschiedliche Ansichten mit beliebiger Spaltenanzahl zu konfigurieren. Neben der Standardansicht für das Darstellen von Zeitreihen, Buchungskreisen und Bewertungsebenen können auch beliebige Vergleichsansichten konfiguriert werden.

Anzeigewährung

Die Anzeigewährung bestimmt, in welcher Währung Werte angezeigt werden. In Consolidation & Financial Planning können beliebige Anzeigewährungen definiert werden. Für die Anzeige von Werten werden mithilfe von Wechselkurstabellen alle Werte von der Transaktionswährung in die Anzeigewährung umgerechnet. Mithilfe von Periodensperren (Audit Trails im Lucanet.Financial Client) kann festgelegt werden, in welchen Perioden Wechselkurstabellen angelegt oder geändert werden dürfen.

Arbeitsbereich

Ein Arbeitsbereich fasst thematisch zusammengehörige Objekte zusammen, z. B. Buchungskreise oder Währungsumrechnung in Consolidation & Financial Planning, oder Formularvorlagen in Data Collection. Arbeitsbereiche gibt es in allen Lucanet-Lösungen auf der Lucanet CFO Solution Platform.

Attribut

Attribute werden in Consolidation & Financial Planning verwendet, um mehrsprachige Bezeichnungen oder kundenspezifische Informationen für Lucanet-Elemente zu definieren. Ein Attribut muss für die Dimension eines Elements angelegt und aktiviert werden, bevor sein Wert in den Eigenschaften dieses Elements definiert werden kann.

Ausführungsprotokoll

In Consolidation & Financial Planning ist das Ausführungsprotokoll eine Registerkarte im Änderungsprotokoll einer App, eines Skripts, eines Datenimports oder einer Ausführungskonfiguration. Es listet jede Ausführung des Elements mit Datum/Uhrzeit, Benutzer und Status auf und verlinkt auf das detaillierte Prozessprotokoll der jeweiligen Ausführung. Einträge im Ausführungsprotokoll sind nur für einen rollierenden Zeitraum von 30 Tagen verfügbar; ältere Ausführungen bleiben als Eintrag Ausgeführt im allgemeinen Änderungsprotokoll sichtbar.

Ausgabebereich

Excel-Tabellen und die in ihnen definierten Ausgabebereiche stellen die Daten für die Tabellen in den Ergebnisdokumenten bereit. Damit im Lucanet Disclosure Management Tabellen aus Excel-Dokumenten in Word-Dokumente übernommen werden können, müssen Sie Teil eines in der Excel-Datei definierten Ausgabebereichs sein. Die in MS Excel angelegten Ausgabebereiche können mithilfe des Word-Ribbons in ein Word-Dokument übernommen werden.

Auswirkungswesentlichkeit

Auswirkungswesentlichkeit ist ein Begriff, der verwendet wird, um ein Nachhaltigkeitsthema in der Doppelte Wesentlichkeitsanalyse zu klassifizieren. Die Auswirkungswesentlichkeit bezieht sich auf die Bedeutung der Auswirkungen einer Organisation auf die Umwelt und auf Menschen und darauf, wie diese Auswirkungen die Fähigkeit der Organisation beeinflussen, im Laufe der Zeit Wert zu schaffen.

B

Bewegungsart

Bewegungsarten werden in Consolidation & Financial Planning verwendet, um Auskunft über den Grund der Veränderung eines Kontos innerhalb einer Periode zu geben. Diese Information wird genutzt, um Spiegel (Anlagenspiegel, Rückstellungsspiegel, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kreditspiegel) und die indirekte Kapitalflussrechnung abzubilden.

Bewegungsartenkategorie

Bewegungsartenkategorien fassen alle Bewegungsarten für einen Spiegel zusammen. In Consolidation & Financial Planning sind folgende Bewegungsartenkategorien vordefiniert: Anlagenspiegel, Rückstellungsspiegel, Kreditspiegel und Eigenkapitalveränderungsrechnung. In allen Kategorien gibt es vordefinierte Bewegungsarten. Zusätzlich können beliebig viele weitere Bewegungsartenkategorien und Bewegungsarten in Consolidation & Financial Planning angelegt werden.

Bewertungsebene

Bewertungsebenen bestimmen in Consolidation & Financial Planning, nach welcher Rechnungslegungs- oder Bewertungsgrundlage ein Wert unabhängig von der Datenebene gebucht und bewertet wurde. Es gibt immer mindestens eine Bewertungsebene, in der standardmäßig Datenimporte gespeichert werden; separate Bewertungsebenen werden in der Regel für standardspezifische Anpassungsbuchungen (z. B. HGB, IFRS, US-GAAP oder HB II) reserviert. Mehrere Bewertungsebenen können zu einer Bewertungsebenengruppe zusammengefasst werden, um ein kombiniertes Ergebnis, z. B. einen IFRS-konformen Konzernabschluss, anzuzeigen.

Bilanzierungskreis

In Lease Accounting ist ein Bilanzierungskreis eine Stammdatendimension, die Sie einer Vertragskomponente im Reiter Allgemeine Informationen zuweisen können. Ein Bilanzierungskreis gilt entweder für einen bestimmten Buchungskreis oder für alle Buchungskreise. Bilanzierungskreise sind rein statistisch und beeinflussen die Berechnung nicht.

Buch

Bücher dienen in Consolidation & Financial Planning zum Zusammenfassen von Konten und Positionen zur Abbildung einer bestimmten Darstellung, wie z. B. Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung. Unterschieden werden Haupt-, Neben- und Statistikbücher.

Buchung

Eine Buchung dient zur Erfassung einer finanziellen Transaktion oder eines Ereignisses in einem Finanzbuchhaltungssystem. Sämtliche Buchungen in Consolidation & Financial Planning werden auf Konten vorgenommen.

Buchungskreis

Buchungskreise sind die Elemente in Consolidation & Financial Planning, auf denen gebucht werden kann. Buchungskreise entsprechen i. d. R. den Gesellschaften eines Unternehmens. Um granulare Buchungen zu ermöglichen, können für Buchungskreise Kostenstellen angelegt werden.

Data Collection importiert Buchungskreise aus Consolidation & Financial Planning, und Administratoren weisen den Buchungskreisen Erfasser und Freigeber zu. Jedes Formular eines Datenerfassungsprozesses gehört zu genau einem Buchungskreis.

In Lease Accounting ist ein Buchungskreis ein Unternehmen, das Leasingverhältnisse als Leasingnehmer erfasst. Jeder Buchungskreis hat ein Land oder eine Region und eine funktionale Währung, und alle Arbeitsbereiche außer den Einstellungen zeigen die Daten des Buchungskreises an, der im Arbeitsbereich Get started gewählt ist.

C

CFP Pivot-Tabelle

In Data Collection ist eine CFP Pivot-Tabelle ein Element einer Formularvorlage, dessen Zeilen aus einem Arbeitsbereich von Consolidation & Financial Planning übernommen werden, z. B. dem Hauptbuch, einem Nebenbuch, einem Statistikbuch oder einem Spiegel. Die Zeilen behalten ihre Hierarchie, können später mit CFP synchronisiert werden, und ihre Betragsspalten können für Buchungen verwendet werden, damit die erfassten Werte nach CFP importiert werden können.

Cockpit

Im Lucanet Disclosure Management stellt das Cockpit die zentrale Arbeitsoberfläche dar und gibt den Bearbeitungsstand eines von Disclosure Management verwalteten Dokuments auf einen Blick wieder.

CSRD

Die CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) ist eine von der Europäischen Union vorgeschlagene Richtlinie zur Verbesserung und Standardisierung der Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen.

D

Dashboard

Ein Dashboard ist eine konfigurierbare Ansicht, die Finanzdaten mithilfe von Widgets visualisiert. Dashboards werden im Bereich Dashboards im Hauptmenü erstellt und verwaltet und können mit anderen Benutzern geteilt, dupliziert und exportiert werden.

Data Hub

Data Hub ist die zentrale Funktion der Lucanet CFO Solution Platform für die Integration externer Daten und wird über das Hauptmenü geöffnet. Über Verbindungen und Quelldatensätze importiert Data Hub Daten aus externen Vorsystemen wie SAP S/4HANA, Microsoft Dynamics 365 oder einer per JDBC angebundenen SQL-Datenbank. Die importierten Daten stehen anschließend den Lucanet-Lösungen zur Verfügung.

Data Lake

Der Lucanet Data Lake ist die zentrale Cloud-Speicherebene für operative und Finanzdaten in der Lucanet CFO Solution Platform. Der Data Lake speichert die Daten in standardisierten Formaten, von den Rohdaten eines Vorsystems bis zu Datensätzen, die für das Reporting bereit sind. Das Lucanet.Financial Warehouse wird innerhalb des Lucanet Data Lake bereitgestellt.

Datenebene

In Consolidation & Financial Planning werden Daten in Datenebenen gehalten. Dabei wird zwischen einer Ist-Datenebene und Plan-Datenebenen unterschieden:

  • Ist-Datenebene: Es gibt genau eine Ist-Datenebene. Der Start- und Endzeitpunkt der Ist-Datenebene kann frei definiert werden und bestimmt den Zeitraum, für den Ist-Zahlen importiert oder gebucht werden können.
  • Plan-Datenebenen: Es können im Lucanet.Financial Client oder in Consolidation & Financial Planning bis zu 254 Plan-Datenebenen angelegt werden. Plan-Datenebenen haben ebenfalls einen Start- und einen Endzeitpunkt. Die Plan-Datenebenen setzen dabei stets auf den Werten der Ist-Datenebene auf und schreiben deren Bilanzwerte fort. Zwischen Ist- und Plan-Datenebenen darf dabei keine zeitliche Lücke entstehen.

Datenerfassungsprozess

In Data Collection ist ein Datenerfassungsprozess eine Ausführung eines Reporting-Packages für eine bestimmte Berichtsperiode. Wenn ein Administrator den Prozess startet, legt Data Collection für jeden Buchungskreis die Formulare aus allen ihm zugewiesenen Formularvorlagen an, setzt eine Frist je Formularvorlage und benachrichtigt die zugewiesenen Benutzer. Der Prozess ist abgeschlossen, wenn alle seine Formulare freigegeben sind.

Dimensionsleiste

In Büchern und Spiegeln in Consolidation & Financial Planning wird im oberen Bereich des Anwendungsfensters die Dimensionsleiste angezeigt. In der Dimensionsleiste werden die Dimensionen Zeitraum, Bewertungsebene, Datenebene, Organisationselement, Transaktionswährung, Anzeigewährung und Partner für die Anzeige in der Strukturansicht gewählt und konfiguriert.

Disclosure Management

Disclosure Management ist die Lösung für die Erstellung von Berichten und die Verwaltung der Offenlegung, um die "letzte Meile" der Berichterstattung zu organisieren und zu optimieren. Es wurde entwickelt, um den fiskalischen Inhalt jeder Art von Bericht zu verwalten, der sich mit großen Mengen numerischer Informationen befasst, die zwischen mehreren Datenquellen und Datenkonsumenten synchronisiert werden müssen.

Der Hauptzweck der Software besteht darin, die meisten der manuellen Schritte zu eliminieren, die bei der Übertragung von Daten aus den Systemen, die diese Daten enthalten, in das erforderliche Ausgabeformat erforderlich sind, und gleichzeitig die Informationen in verschiedenen Teilen eines Berichts, in verschiedenen Berichten und in verschiedenen Ausgabeformaten konsistent zu halten.

Disclosure Management deckt den gesamten Prozess von der Datenerfassung, über die Bewertung bis hin zur Übermittlung und Reporting ab. Der automatisierte Datenfluss sowie das integrierte XBRL-Tagging ermöglichen ein kombiniertes Finanz- und ESG-Reporting.

Dispatcher

Der Dispatcher ist ein Programm, das auf jedem Computer installiert werden muss, auf dem Lucanet Disclosure Management verwendet werden soll. Der Dispatcher wird benötigt, um eine Verbindung zwischen der lokalen Office-Installation und der CFO Solution Platform herzustellen. Die Disclosure Management-Dateien werden durch den Dispatcher in das lokale MS Office heruntergeladen und anschließend wieder in die CFO Solution Platform hochgeladen.

Doppelte Wesentlichkeitsanalyse

Doppelte Wesentlichkeitsanalysen (Double Materiality Assessments, DMA) bieten eine grundlegende Analyse der Auswirkungen eines Unternehmens auf die Nachhaltigkeit. Gemäß der CSRD besteht die DMA aus zwei Wesentlichkeiten, die Organisationen berücksichtigen müssen:

  • Auswirkungswesentlichkeit (wie sich die Handlungen des Unternehmens auf die Menschen und den Planeten auswirken)
  • Finanzielle Wesentlichkeit (wie sich Nachhaltigkeitsthemen auf das Geschäft des Unternehmens auswirken)

Durch die Kombination dieser beiden Faktoren ist es möglich zu beurteilen, welche Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen für ein bestimmtes Unternehmen wesentlich sind und daher in die Berichterstattung aufgenommen werden sollten.

Drill-down

In Data Collection ermöglicht ein Drill-down den Erfassern, den Wert einer Zeile oder Spalte einer Pivot-Tabelle nach den Elementen einer Dimension aufzugliedern: lokales Konto, Kostenstelle, Partner, Bewegungsart oder Bewertungsebene. Administratoren konfigurieren den Drill-down in der Formularvorlage mit bis zu einer Ebene je Dimension und können je Partner Angaben in Transaktionswährung verlangen.

Dynamische Tabelle

In Data Collection ist eine dynamische Tabelle ein Element einer Formularvorlage, in dem die Erfasser Zeilen während der Datenerfassung selbst hinzufügen, duplizieren und entfernen können, bis zu einer konfigurierten maximalen Zeilenanzahl. Administratoren konfigurieren nur die Spalten und die maximale Zeilenanzahl einer dynamischen Tabelle.

E

Emissionsfaktor

Ein Emissionsfaktor ist ein Koeffizient, der zum Berechnen eines Fußabdrucks verwendet wird, um die Treibhausgasemissionen zu schätzen.

Erfasser

In Data Collection ist ein Erfasser ein Benutzer mit der Rolle Datenerfasser, der einem Buchungskreis in einem Reporting-Package zugewiesen ist, um die Daten der Formulare des Buchungskreises einzugeben oder zu importieren, die Validierungsregeln auszuführen und die Formulare zur Freigabe einzureichen. Jeder Buchungskreis benötigt mindestens einen Erfasser, bevor er an einem Datenerfassungsprozess teilnehmen kann.

Ergebnisdokument

Ein Ergebnisdokument ist der mit Lucanet Disclosure Management erstellte finale Report oder der finale Geschäftsbericht häufig in Form einer Word-Datei. Für fiskale Berichte jeder Art ist Microsoft Word ist das wichtigste Ausgabemedium. Disclosure Management ist in der Lage, bereits auf Ebene von Microsoft Word druckreifes Layout zu erzeugen. Dazu wird ein sog. LayoutRoboter verwendet, der in der Lage ist, Tabellen auf Knopfdruck so zu gestalten, dass sie dem vorgegebenen Corporate design entsprechen.

ESEF

Das ESEF (European Single Electronic Format) ist ein von der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) vorgeschriebener Rechtsrahmen für die digitale Übermittlung von Jahresfinanzberichten von Emittenten, die an EU-regulierten Märkten notiert sind.

ESG Reporting

Die Lösung Lucanet ESG Reporting ( ESG = E nvironmental, S ocial, and G overnance) deckt alle Bedürfnisse im ESG-Berichtsprozess ab. Es erfasst alle nicht-finanziellen Risiken und Chancen, die im Zusammenhang mit den täglichen Aktivitäten eines Unternehmens entstehen können. Das ESG-Reporting entspricht den ESRS-Vorgaben und dem GHG-Protokoll und bietet eine dezentrale Datenerfassung mit kundenindividuellen Fragebögen sowie die Erfassung und Berechnung der Treibhausgasemissionen.

ESRS

Die European Sustainability Reporting Standards (ESRS) sind eine Reihe von Standards, die von der European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) im Rahmen des Mandats der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) entwickelt wurden. Diese Standards zielen darauf ab, die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen in der Europäischen Union zu verbessern und zu harmonisieren, indem sie klare und ausführliche Richtlinien darüber liefern, was und wie über Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen (ESG) berichtet werden soll.

ESRS 2.0

ESRS 2.0 ist eine verfügbare Berichtsrichtlinie in Lucanet ESG Reporting als dritte Option neben ESRS und VSME. Der ESRS 2.0-Fragebogen benutzt dieselbe Struktur wie ESRS, d. h.Allgemeine Angaben, Umwelt, Soziales und Governance, jedoch mit einer kürzeren und einfacheren Struktur.

EU-Taxonomie

Die EU-Taxonomie ist ein Klassifizierungssystem, das von der Europäischen Union eingeführt wurde, um Klarheit darüber zu schaffen, welche wirtschaftlichen Aktivitäten als ökologisch nachhaltig angesehen werden können. Dazu gehört die Festlegung detaillierter technischer Prüfkriterien für jedes Umweltziel, die durch delegierte Rechtsakte festgelegt werden.

F

Finanzielle Wesentlichkeit

Die Finanzielle Wesentlichkeit ist ein Begriff, der verwendet wird, um ein Nachhaltigkeitsthema in der doppelten Wesentlichkeitsanalyse zu klassifizieren. Die Finanzielle Wesentlichkeit bezieht sich auf die Bedeutung von ESG-Faktoren, die direkte oder indirekte Auswirkungen auf die finanzielle Performance oder den finanziellen Zustand einer Organisation haben, und konzentriert sich darauf, wie Umwelt- und soziale Themen sowie Governance-Praktiken das finanzielle Ergebnis beeinflussen könnten.

Formel

Kennzahlen, die im Controlling verwendet werden, wie z. B. die Liquidität 1. Grads, die Eigenkapitalquote oder die Umsatzrendite, können in Consolidation & Financial Planning über Formeln erstellt werden. Eine Formel ist eine berechnete Position. Die der Berechnung des Werts zugrunde liegende Formel kann durch den Benutzer vorgegeben werden. Jede Variable der Formel muss sich dabei auf eine Position oder ein Konto in der Lucanet-Datenbank beziehen.

Formularvorlage

In Data Collection legt eine Formularvorlage die Struktur der zu erfassenden Daten fest: Abschnitte mit Elementen wie CFP Pivot-Tabellen, Pivot-Tabellen, dynamischen Tabellen sowie Text-, Zahlen-, Betrags-, Datums-, Boolean- und Auswahlfeldern. Validierungsregeln und Reporting-Packages können nur veröffentlichte Formularvorlagen verwenden. Wenn ein Administrator einen Datenerfassungsprozess startet, legt Data Collection aus der Formularvorlage für jeden Buchungskreis, dem die Formularvorlage zugewiesen ist, ein Formular an.

Freigeber

In Data Collection ist ein Freigeber ein Benutzer, der einem Buchungskreis in einem Reporting-Package zugewiesen ist, um die von dessen Erfassern eingereichten Formulare zu prüfen. Freigeber können Benutzer mit der Rolle Datenerfasser oder mit der Rolle Administrator sein. Freigeber geben ein Formular frei oder senden es mit einem Kommentar an den Erfasser zurück. Jeder Buchungskreis benötigt mindestens einen Freigeber, bevor er an einem Datenerfassungsprozess teilnehmen kann.

Funktionale Währung

In Lease Accounting ist die funktionale Währung die Währung eines Buchungskreises, in der die Werte aller seiner Vertragskomponenten berechnet und gebucht werden. Komponenten in einer abweichenden Komponentenwährung werden in die funktionale Währung umgerechnet. Die funktionale Währung kann nur geändert werden, solange für den Buchungskreis noch keine Komponenten berechnet wurden.

G

Geschäftseinheit

In Lease Accounting ist eine Geschäftseinheit eine Stammdatendimension, die Sie einer Vertragskomponente im Reiter Allgemeine Informationen zuweisen können. Eine Geschäftseinheit gilt entweder für einen bestimmten Buchungskreis oder für alle Buchungskreise. Geschäftseinheiten sind rein statistisch und beeinflussen die Berechnung nicht.

GHG-Protokoll

Das GHG-Protokoll (im Englischen Greenhouse Gas Protocol) ist ein international anerkannter Standard zur Berechnung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen. Das GHG-Protokoll bietet Unternehmen und Regierungen eine standardisierte Methode zur Quantifizierung und zum Management ihrer Emissionen.

Grenzfremdkapitalzins

In Lease Accounting ist der Grenzfremdkapitalzins der Zinssatz, mit dem die Leasingzahlungen einer Vertragskomponente abgezinst werden. Lease Accounting ermittelt den Zinssatz aus den Zinssätzen, die für die Kombination aus Anlageklasse, Land oder Region, Währung und Laufzeit konfiguriert sind, sofern für die Komponente kein Zinssatz manuell eingegeben wird.

H

Hauptbuch

Das Hauptbuch dient in Consolidation & Financial Planning zum Halten und Anzeigen von Buchelementen, vor allem Konten und Positionen. Im Hauptbuch wird die Kontenstruktur einer Bilanz (z. B. nach HGB) hinterlegt. Im Hauptbuch werden sowohl die Originalkonten aus den Finanzbuchhaltungsvorsystemen neu erzeugt, zugeordnet und gehalten als auch manuell angelegte Konten und Positionen verwaltet.

Historische Kursumrechnung

In einem Beleg vom Typ Buchung können in Consolidation & Financial Planning für jeden Buchungswert individuelle historische Kursumrechnungen definiert werden. Dabei werden alle Währungsumrechnungen berücksichtigt, die für den Buchungs- oder Konsolidierungskreis konfiguriert wurden.

I

IFRS 16

IFRS 16 regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angabepflichten bezüglich Leasingverhältnissen im Abschluss von Unternehmen, die nach IFRS bilanzieren.

Inhaltsgruppe

Mit einer Inhaltsgruppe ordnen Sie Abschnitte eines Word-Dokuments in Lucanet Disclosure Management einer oder mehreren Zielgruppen zu (z. B. Intern, Extern oder Management). Beim Erstellen eines Ergebnisdokuments wählen Sie die Inhaltsgruppen aus, deren Inhalte übernommen werden sollen; Abschnitte ohne zugewiesene Inhaltsgruppe bleiben immer enthalten, Abschnitte mit zugewiesener Inhaltsgruppe nur, wenn mindestens eine dieser Inhaltsgruppen ausgewählt ist. Inhaltsgruppen werden im Styleguide-Manager verwaltet.

Intercompany-Validierung

In Data Collection vergleicht die Intercompany-Validierung die Werte, die zwei Buchungskreise gegeneinander melden, z. B. Forderungen und Verbindlichkeiten, in Konzernwährung oder in Transaktionswährung und optional innerhalb von Toleranzschwellen. Wie reguläre Regeln sind Intercompany-Validierungsregeln entweder Blockierend oder Warnung. Erfasser führen die Intercompany-Validierung je Buchungskreis im Arbeitsbereich Datenerfassung aus.

iXBRL

Inline XBRL (iXBRL) ist die Abkürzung für Inline eXtensible Business Reporting Language. iXBRL ist ein Standard, der vom Standard XBRL abgeleitet ist.

Es handelt sich um einen Standard, der es ermöglicht, Finanzdaten in einem Format darzustellen, das sowohl von Menschen als auch von Maschinen gelesen werden kann. Diese Doppelfunktion erhöht die Transparenz und Benutzerfreundlichkeit von Finanzberichten und stellt sicher, dass sie für ein breites Spektrum von Stakeholdern, einschließlich Aufsichtsbehörden, Investoren und Analysten, leicht zugänglich und analysierbar sind.

J

Job Monitor

Beim Disclosure Management wird die Abarbeitung von durch den Benutzer angestoßenen Aktionen durch den sog. Job-Monitor gemanagt. Je nach Prozess und Status gibt der Job Monitor eine Meldung im Benachrichtigungsfenster von Disclosure Management aus.

Journal

In Consolidation & Financial Planning enthält ein Journal sämtliche Buchungen und Datenimporte der jeweiligen Kombination aus Datenebene und Buchungskreis oder Konsolidierungskreis und alle den einzelnen Buchungen zugrunde liegenden Belege.

K

Konsolidierungseinheit

Konsolidierungseinheiten werden in Consolidation & Financial Planning verwendet, um die Konsolidierungsdimensionselemente in Konsolidierungskreisen zu repräsentieren. Für jeden Konsolidierungskreis muss eine Standardkonsolidierungseinheit definiert werden. Zusätzlich zur Standardkonsolidierungseinheit können einem Konsolidierungskreis beliebig viele Konsolidierungseinheiten zugeordnet werden. Zur Erleichterung der Administration können Konsolidierungseinheiten zusätzlich in Konsolidierungseinheitengruppen zusammengefasst werden.

Konsolidierungskreis

Konsolidierungskreise sind in Consolidation & Financial Planning die Elemente, die alle Konsolidierungseinheiten enthalten, die gemeinsam konsolidiert werden sollen.

Konto

Sämtliche Buchungen in Consolidation & Financial Planning werden auf Konten vorgenommen. Konten werden nur durch Buchungen verändert und verhalten sich somit wie in klassischen Finanzbuchhaltungssystemen.

Kostenstelle

Kostenstellen werden in Consolidation & Financial Planning verwendet, um innerhalb eines Buchungskreises detailliert zu beschreiben, welche Kosten wo entstanden sind. Kostenstellen können in Kostenstellengruppen zusammengefasst werden. Bei der Verwendung von Kostenstellen ist immer eine Standardkostenstelle erforderlich, auf die alle Werte ohne Kostenstelleninformation gebucht werden.

In Lease Accounting sind Kostenstellen eine Stammdatendimension, die Sie Vertragskomponenten zuweisen können. Wenn Sie Lease Accounting zusammen mit Consolidation & Financial Planning verwenden, importieren Sie die Kostenstellen aus Consolidation & Financial Planning. Mit einer Standalone-Lizenz legen Sie sie direkt in Lease Accounting an.

KPI (Key Performance Indicator)

Eine Kennzahl, mit der die Leistung eines Unternehmens im Hinblick auf ein definiertes Ziel gemessen wird. In ESG Reporting können KPIs dem Fragebogen als formelbasierte KPIs hinzugefügt werden: berechnete Werte, die aus den Antworten auf andere Fragen des Fragebogens abgeleitet werden, statt von einem ESG Datenerfasser beantwortet zu werden.

Kumulierte Anzeige

Bei einer kumulierten Anzeige in Consolidation & Financial Planning wird die Summe von einem Wert in Buchungsspalten über alle Buchungszeitpunkte angezeigt.

L

Layout-Prüfung

Die Layout-Prüfung überwacht in Lucanet Disclosure Management automatisch die Text- und Formatierungskonsistenz eines Word-Kapitels, z. B. doppelte Satzzeichen oder unternehmensfremde Schriftformatierungen. Sie wird beim Auschecken oder Aktualisieren eines Word-Kapitels sowie bei der Erstellung eines Ergebnisdokuments ausgeführt. Welche Regeln dabei überwacht werden, legen Sie auf dem Reiter Layout-Prüfung im Arbeitsbereich Dokument konfigurieren fest.

Layoutroboter

Mithilfe des Layoutroboters können sog. Layout Actions in MS Excel und MS Word verwendet werden, um Tabellen ein einheitliches Design zu geben. Der Layoutroboter wird in den Dokumenteinstellungen hinterlegt.

Leasinggeber

Ein Leasinggeber ist die Partei in einem Leasingvertrag, die das Eigentum an einem Leasinggegenstand besitzt und diesen gegen eine vereinbarte Vergütung an einen Leasingnehmer überlässt.

Leasingnehmer

Ein Leasingnehmer ist eine Partei in einem Leasingvertrag, die das Recht erhält, einen Leasinggegenstand, der dem Leasinggeber gehört, gegen Zahlung von Leasingraten zu nutzen.

Leasingnehmerwechsel

In Lease Accounting überträgt ein Leasingnehmerwechsel eine aktive, berechnete Vertragskomponente zu einem Übertragungsdatum von einem Buchungskreis auf einen anderen. Die Quellkomponente wird in ihrem Buchungskreis beendet, und im Ziel-Buchungskreis wird eine Kopie angelegt. Leasingnehmerwechsel laden Sie als XLSX-Datei hoch und können sie rückgängig machen.

Leasingverbindlichkeit

In Lease Accounting ist die Leasingverbindlichkeit der Barwert der Leasingzahlungen, die ein Leasingnehmer für eine Vertragskomponente schuldet, abgezinst mit dem Grenzfremdkapitalzins. Lease Accounting berechnet die Leasingverbindlichkeit pro Periode zusammen mit den Tilgungen und Zinsen und bucht sie gemäß IFRS 16.

Lizenzmanager

Der Lizenzmanager ist eine Benutzerrolle in der Lucanet CFO Solution Platform. Benutzer mit dieser Rolle agieren als Bevollmächtigte mit Vertragsvollmacht und können Lizenz-Upgrades verbindlich über die Plattform anfordern. Alle durchgeführten Aktionen sind rechtsverbindlich.

Lösung

Als Lösung werden Anwendungen, die in der Lucanet CFO Solution Platform ausgeführt werden können, bezeichnet. Beispiele für Lösungen sind z. B. Consolidation & Financial Planning, ESG Reporting und Disclosure Management. Die Lösungen, die Sie lizenziert haben, werden im Hauptmenü der Lucanet CFO Solution Platform angezeigt. Für die Lizenzierung wenden sich die Kunden an ihren Lucanet-Ansprechpartner oder nutzen das Kontaktformula r auf der Lucanet-Webseite.

Lucanet-Datenmodell

Das Lucanet-Datenmodell sind die in Lucanet verfügbaren Datenobjekte und deren Verbindung untereinander.

M

Migrationskomponente

In Lease Accounting ist eine Migrationskomponente eine Vertragskomponente, die bereits in einem anderen Tool gemäß IFRS 16 bilanziert wurde und zu einem Migrationsdatum nach Lease Accounting übernommen wird. Im Reiter Migration der Komponente erfassen Sie die Werte zum Migrationsdatum, z. B. den abweichenden Zinssatz sowie die Startwerte der Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibung.

Modifikation

In Lease Accounting ist eine Modifikation eine Änderung an einer bereits berechneten Vertragskomponente, z. B. eine Verlängerungsoption, eine geänderte Zahlung oder ein Wechsel der Anlageklasse. Jede Modifikation hat ein Anwendungsdatum, ab dem sie in die Berechnung einbezogen wird. Die Modifikationen einer Komponente sind in ihrer Änderungshistorie aufgelistet.

N

Namensspalte

Im Disclosure Management enthalten Namensspalten die Zeilenbeschriftungen, also die Namen der einzelnen Berichtswerte, z. B. den Namen von Positionen und Konten.

Eine Namensspalte hat folgende Eigenschaften:

  • Der Name einer Namenspalte beginnt mit name_.
  • Namensspalten werden mit einer laufenden Nummer ausgestattet.

Notation einer Namensspalte

Die allgemeine Notation einer Namensspalte lautet wie folgt:

name _laufendeNummer

Beispiel: name_1

Nebenbuch

Nebenbücher dienen in Consolidation & Financial Planning zur Ergänzung und Erläuterung des Hauptbuchs. In einem Nebenbuch wird z. B. die Struktur der GuV nach Ihrer Hauptstruktur (z. B. nach HGB) hinterlegt. In Nebenbüchern werden sowohl die Originalkonten aus den Finanzbuchhaltungsvorsystemen neu erzeugt, zugeordnet und gehalten als auch manuell angelegte Konten und Positionen verwaltet.

Nutzungsrecht

In Lease Accounting ist das Nutzungsrecht der Vermögenswert, den ein Leasingnehmer für das Recht ansetzt, den Leasinggegenstand einer Vertragskomponente während der Laufzeit zu nutzen. Es wird auf Basis der Leasingverbindlichkeit bewertet und über die Laufzeit oder die Nutzungsdauer des Leasinggegenstands abgeschrieben.

O

OID

Numerischer Objektbezeichner für Elemente in Consolidation & Financial Planning. Die OID gewährleistet, dass das entsprechende Element (= Objekt), das abgefragt oder ausgeführt werden soll, von der Lucanet-Software identifiziert werden kann.

OIDC

OIDC (OpenID Connect) ist eine Authentifizierungsmethode, die auf dem OAuth 2.0-Protokoll aufbaut und eine zusätzliche Identitätsschicht hinzufügt. Sie ermöglicht die sichere Verifizierung der Benutzeridentität und unterstützt Single Sign-On (SSO), wodurch Benutzer nahtlos und sicher auf verschiedene Anwendungen zugreifen können.

Organisationselement

In Consolidation & Financial Planning ist ein Organisationselement eine spezifische Komponente, aus der eine Organisation aufgebaut ist. Es dient dazu, die Struktur und Hierarchie innerhalb der Organisation zu definieren.

P

Partner

Partner werden in Consolidation & Financial Planning verwendet, um Buchungen und Datenimporten Partnerinformationen mitzugeben, vor allem für Konsolidierungszwecke wie die Kennzeichnung konzerninterner Beziehungen. Um die Werte einzelner Partner kumuliert zu betrachten, können Partner in Partnergruppen zusammengefasst werden.

Periodensperre

Periodensperren werden in Consolidation & Financial Planning verwendet, um Buchungen, Datenimporte, Datenübertragungen aus MS Excel und Eingaben in Wechselkurstabellen für eine Kombination aus Datenebene, Bewertungsebene, Zeit und Buchungskreis oder Konsolidierungskreis zu sperren oder freizugeben. Es gibt zwei Arten: Periodensperren für Buchungen und Periodensperren für Wechselkurse. Änderungen an Buchungen, Wechselkursen oder am Sperrstatus werden auf dem Reiter Audit Trail einer Periodensperre protokolliert. Periodensperren entsprechen den Audit Trails im Lucanet.Financial Client.

Position

Positionen dienen in Consolidation & Financial Planning zur besseren Übersicht und Strukturierung von Büchern. Mithilfe von Positionen werden Hierarchien erzeugt. Der Wert auf Positionsebene ist dabei stets die Summe aller Unterpositionen und Konten.

Profitcenter

In Lease Accounting ist ein Profitcenter eine Stammdatendimension, die Sie einer Vertragskomponente im Reiter Allgemeine Informationen zuweisen können. Ein Profitcenter gilt entweder für einen bestimmten Buchungskreis oder für alle Buchungskreise und kann einer Kostenstelle zugeordnet werden. Profitcenter sind rein statistisch und beeinflussen die Berechnung nicht.

Programmierspalte

Im Disclosure Management ist die Programmierspalte zuständig für die Programmierung der Inhalte von Wertespalten ( value_-Spalten). Sie enthält z. B. Positions- oder Kontonummern aus dem Vorsystem sowie sonstige Angaben zur Berechnung von Werten in Wertespalten.

Eine Programmierspalte hat die folgenden Eigenschaften:

  • Der Name einer Programmierspalte beginnt mit prog_.
  • Der Name einer Programmierspalte und wird mit einer laufenden Nummer und einer PeriodenID ausgestattet.

Notation einer Programmierspalte

Die allgemeine Notation einer Programmierspalte lautet wie folgt:

prog_ laufende Nummer_Zusatz

Beispiel: prog_2_PAKTUELLESJAHR

Prozessprotokoll

Ein Prozessprotokoll ist der detaillierte Datensatz, der bei der Ausführung einer App, eines Skripts, eines Datenimports oder einer Ausführungskonfiguration in Consolidation & Financial Planning erzeugt wird. Es listet die einzelnen Schritte der Ausführung in einer hierarchischen Baumstruktur auf, mit deren Zeitpunkt, Dauer und Fortschritt, und kann als Text- oder Excel-Datei heruntergeladen werden. Prozessprotokolle werden über das Ausführungsprotokoll geöffnet.

Q

Quelldatensatz

Ein Quelldatensatz legt fest, welche Daten Data Hub aus einem Vorsystem importiert und wie der Import konfiguriert ist. Jeder Quelldatensatz gehört zu einer Verbindung. Beim Import werden die Daten des Quelldatensatzes den Lucanet-Lösungen zur Verfügung gestellt.

R

Referenz

In Consolidation & Financial Planning sind Referenzen Verknüpfungen, die sich auf Positionen oder Konten in Haupt-, Neben- und Statistikbüchern beziehen. Mithilfe von Referenzen können abgeleitete Strukturen angelegt werden (z. B. eine abgeleitete IFRS-Bilanz). Dabei wird zwischen direkten und indirekten Referenzen unterschieden.

  • Eine direkte Referenz beinhaltet stets alle untergeordneten Positionen und Konten der Standardposition. Wird eine Änderung innerhalb der Struktur der Standardposition vorgenommen, wird diese auch in der Referenz übernommen.
  • Eine indirekte Referenz bietet dagegen die Möglichkeit, Ausnahmen bei der Anzeige der untergeordneten Positionen und Konten zu definieren.

Reporting-Package

In Data Collection bündelt ein Reporting-Package die veröffentlichten Formularvorlagen, die beteiligten Buchungskreise mit ihren Erfassern und Freigebern, die Erfassungsfrequenz und die Konzernwährung für einen Datenerfassungsprozess. Ein Administrator kann einen Datenerfassungsprozess nur aus einem veröffentlichten Reporting-Package starten. Administratoren können ein Reporting-Package nachträglich ändern. Die Änderungen gelten nur für Datenerfassungsprozesse, die danach starten.

Ribbon

Ribbons sind Menübänder oder Multifunktionsleisten für Anwendungsprogramme. Im Lucanet Disclosure Management können Sie bei der Arbeit mit MS Office-Dokumenten speziell abgestimmte Funktionen in Ribbons für MS Excel und MS Word verwenden :

  • Das Excel-Ribbon unterstützt Sie bei der Programmierung einer Excel-Datei für das Disclosure Management.
  • Das Word-Ribbon unterstützt Sie beim Erstellen von Ergebnisdokumenten in MS Word.

Rundungsassistent

Im Disclosure Management können in der Rundungsansicht Berichtswerte, die aus einem Vorsystem importiert werden, manuel überprüft, aktualisiert und geändert werden.

S

S/H-Erfassung

Bei einer S/H-Erfassung wird in Consolidation & Financial Planning die Ansicht von der Plus- und Minus-Erfassung auf die buchhalterische Eingabe von Werten im Soll und Haben umgestellt.

Saldowechsel

Saldowechsel werden in Consolidation & Financial Planning konfiguriert, damit negative Buchungen in Hauptbüchern nicht als negative Zahlen ausgewiesen werden müssen, sondern negative Werte per Saldowechsel als positive Werte auf einem Gegenkonto gebucht werden. Je nachdem, ob der Saldo positiv oder negativ ist, wird der Betrag auf dem Gegenkonto im Hauptbuch ausgewiesen oder nicht.

SAML

SAML (Security Assertion Markup Language) ist ein XML-basiertes Framework zur Verteilung von Authentifizierungs- und Autorisierungsinformationen zwischen verschiedenen Parteien, insbesondere zwischen einem Identitätsanbieter (IdP) und einem Dienstanbieter (SP). Es ermöglicht Single Sign-On (SSO), indem es Authentifizierungsdaten sicher über das Internet überträgt, sodass Benutzer mit einem einzigen Satz von Anmeldedaten auf mehrere Anwendungen und Dienste zugreifen können.

SEA

Lucanet.Script Execution Application (kurz SEA) ist eine Lucanet-Anwendung, die Sie benötigen, wenn Sie ERP-/Finanz-Quellsysteme on-premises betreiben und per ETL-Skript Daten aus diesen Systemen in Consolidation & Financial Planning importieren wollen.

SEA muss über den Lucanet.Software Manager als Systemdienst in Ihrer lokalen Umgebung installiert werden, um die Kommunikation mit dem Quellsystem zu ermöglichen. D. h. SEA muss im selben Netzwerk wie das Quellsystem oder die Quelldatei installiert werden. Die Anwendung führt die erforderlichen Skripte lokal aus, um Daten aus lokalen ERP-/Finanzsystemen zu extrahieren, zu transformieren und zu laden. Anschließend werden die Daten sicher an den Lucanet.Financial OLAP Server oder das Lucanet.Financial Warehouse in der AWS-Cloud übertragen.

Sheet

Sheets bieten in Consolidation & Financial Planning eine flexible Möglichkeit, die für den Finanzplanungsprozess erforderlichen Berechnungen durchzuführen. Sheets können für Buchungskreise oder für Werte von Büchern und Spiegeln in Plan-Datenebenen angelegt werden. Sie können dabei entweder innerhalb eines Journals oder direkt aus einem Buch angelegt werden. Sie ersetzen die im Lucanet.Financial Client verwendeten Planungsformulare.

Software-Stückliste (SBOM)

Eine Software-Stückliste (Software Bill of Materials oder SBOM) ist eine umfassende Liste aller in einer Softwareanwendung enthaltenen Komponenten, einschließlich Open-Source- und Drittanbieter-Elementen. Ein SBOM enthält in der Regel Informationen zu den Namen, Versionen, Lizenzen und Abhängigkeiten der Komponenten. In der Lucanet CFO Solution Platform stehen SBOMs im JSON-Format zum herunterladen bereit.

Spiegel

Spiegel dienen in Consolidation & Financial Planning zur zusammenfassenden Darstellung der Veränderungen in Bezug auf einen bestimmten Bereich, z. B. Anlagen, Rückstellungen, Kredite oder Eigenkapital.

Statistikbuch

In Consolidation & Financial Planning können in Statistikbüchern Kontenhierarchien wie z. B. abgeleitete GuV- und Bilanzstrukturen, indirekte Kapitalflussrechnungen, direkte Liquiditätsplanung oder statistische Arbeitsbereiche angelegt werden, die nicht den Regeln der doppelten Buchhaltung unterliegen müssen.

Struktur

In Lucanet Disclosure Management bezeichnet eine Struktur eine benannte Auswahl und Anordnung der Kapitel eines Dokuments. Strukturen werden verwendet, um aus einem einzigen Quelldokument verschiedene Berichtsversionen zu erzeugen (z. B. Kurzbericht, ausführlicher Bericht, Management Report).

Die Standardstruktur enthält immer alle Kapitel des Dokuments.

Summenzeile

Summenzeilen oder Zwischensummenzeilen sind Elemente in Consolidation & Financial Planning, deren Werte sich aus der Summe aller Elemente der gleichen Ebene oberhalb der Summenzeile ergeben.

T

TOTP

TOTP steht für Time-based One-Time Password. Die Authenticator-App und der Server berechnen aus einem Schlüssel, der bei der Einrichtung der App übertragen wird, und aus der aktuellen Uhrzeit denselben sechsstelligen Code. Der Code wechselt alle 30 Sekunden und wird ohne Internetverbindung erzeugt. In der Lucanet CFO Solution Platform wird TOTP für die Authentifizierungsmethode TOTP MFA (Authenticator-App-Code) verwendet.

Transaktionsplan

In Lease Accounting legt der Transaktionsplan fest, auf welche Konten und Bewegungsarten Lease Accounting die Werte der einzelnen Anlageklassentypen bucht. Lease Accounting stellt einen Standardtransaktionsplan bereit, und Sie können einen eigenen Transaktionsplan als Excel-Datei im Arbeitsbereich Allgemeine Konfigurationen hochladen. Der Transaktionsplan gilt für alle Buchungen, die nach dem Hochladen gespeichert werden.

Transaktionswährung

Die Transaktionswährung legt fest, in welcher Währung eine finanzielle Transaktion (z. B. eine Buchung) in Consolidation & Financial Planning vorgenommen wird. Jede Buchung muss eine Information über ihre Transaktionswährung enthalten. Mithilfe von Wechselkurstabellen werden Werte von der Transaktionswährung in die Anzeigewährung umgerechnet. Es können beliebige Transaktionswährungen definiert werden.

Transitionskomponente

In Lease Accounting ist eine Transitionskomponente eine Vertragskomponente, für die IFRS 16 erstmals zum Übergangsdatum angewendet wird, das in den allgemeinen Konfigurationen festgelegt ist. Im Reiter Übergang der Komponente geben Sie an, ob es sich nach IAS 17 um ein Operating Lease oder ein Finance Lease handelte, und erfassen die für den Übergang erforderlichen Werte.

Treibhausgasemissionen

Treibhausgase sind Gase, die Wärme in der Erdatmosphäre speichern und so zum Treibhauseffekt und zur globalen Erwärmung beitragen. Treibhausgasemissionen beziehen sich auf die Freisetzung dieser Gase in die Atmosphäre, hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten.

Trennzeile

Trennzeilen sind leere Positionen, die im Lucanet.Financial Client zur besseren Übersichtlichkeit in Büchern und Spiegeln angelegt werden können.

V

Validierung

Im Disclosure Management dienen Validierungen dazu, die Konsistenz innerhalb eines Dokumentes und der zugehörigen Berechnungen zu prüfen und sicher zu stellen. Validierungen erfassen Abweichungen von gleichen Werten innerhalb eines Dokumentes auf einen Blick. Dazu werden jeweils zwei Werte miteinander verglichen.

In Data Collection bezeichnet Validierung das Ausführen der Validierungsregeln eines Formulars oder der Intercompany-Validierung eines Buchungskreises. Erfasser können ein Formular erst einreichen, nachdem sie seine Validierungsregeln ausgeführt haben und keine blockierende Regel fehlgeschlagen ist.

Validierungsregel

In Data Collection prüft eine Validierungsregel die erfassten Daten, bevor der Erfasser ein Formular einreicht. Reguläre Regeln validieren Zusammenhänge innerhalb eines Formulars oder zwischen den Formularen desselben Buchungskreises und sind entweder Blockierend, dann kann der Erfasser das Formular erst einreichen, wenn die Regel bestanden ist, oder Warnung. Intercompany-Validierungsregeln vergleichen Werte zwischen zwei Buchungskreisen und sind ebenfalls entweder Blockierend oder Warnung. Data Collection wendet nur veröffentlichte Validierungsregeln auf neue Datenerfassungsprozesse an.

Vertragskomponente

In Lease Accounting ist eine Vertragskomponente die Einheit, die kategorisiert, berechnet und gebucht wird. Ein Leasingvertrag besteht aus einer oder mehreren Vertragskomponenten, z. B. einer Komponente pro geleastem Fahrzeug. Jede Komponente hat einen Leasinggegenstand, eine Laufzeit und Zahlungen und Sie können ihr optional Stammdatendimensionen wie eine Kostenstelle zuweisen.

Verzeichnisstruktur

Verzeichnisstrukturen sind Arbeitsbereiche in Consolidation & Financial Planning, in denen Elemente wie z. B. Verbindungen, Lucanet.Excel-Reporting-Dateien, Next Generation Apps, Skripte, Workflows und Ordner angelegt und bearbeitet werden können.

Vorsystem

Unter einem Vorsystem versteht man die Datenquelle, aus der die Daten in Lucanet importiert werden, z. B. ein ERP-System wie SAP S/4HANA oder Microsoft Dynamics 365, eine Tabelle oder ein anderes externes System. Verschiedene Lucanet-Lösungen importieren Daten aus Vorsystemen.

VSME

VSME steht für Voluntary Sustainability Reporting Standard und ist für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) konzipiert. VSME ist ein europäisches freiwilliges Berichtsrahmenwerk, das als vereinfachte, proportionale Alternative zu den verpflichtenden ESRS (European Sustainability Reporting Standards) entwickelt wurde. VSME wurde von der EFRAG (European Financial Reporting Advisory Group) für KMU entwickelt, die von der CSRD ausgeschlossen sind, und ermöglicht diesen Unternehmen, ESG-Berichte zu erstellen, ohne ESRS zu verwenden, die einen weiter gefassten Anwendungsbereich haben, um Anforderungen von Geschäftspartnern an Daten zu erfüllen und Green Finance zu sichern.

W

Wechselkurstabelle

Wechselkurstabellen werden in Consolidation & Financial Planning verwendet, um die Wechselkurse zwischen Transaktionswährungen und Anzeigewährungen zu definieren, einschließlich Durchschnittskursen, Stichtagskursen und Year-To-Date-Kursen. Es können beliebig viele Wechselkurstabellen angelegt werden, um z. B. Varianten derselben Wechselkursbeziehungen mit unterschiedlichen Kursen abzubilden.

Wertspalte

Im Disclosure Management enthalten Wertespalten die Berichtswerte (values) des aktuellen Dokumentes. In Spalten, die als Wertespalte definiert sind, erfolgt das Einfügen bzw. die Aktualisierung der Werte nach jedem Datenimport und beim Aktualisieren der Excel-Datei.

Eine Wertespalte hat die folgenden Eigenschaften:

  • Der Name einer Wertepalte beginnt mit value_.
  • Der Name einer Wertespalte wird mit einer laufenden Nummer sowie einer PeriodenID ausgestattet.

Notation einer Wertespalte

Die allgemeine Notation einer Wertespalte lautet wie folgt:

value_ laufendeNummer[_Zusatz]

Beispiel: value_1_PAJ06

Widget

Ein Widget ist ein einzelnes Element auf einem Dashboard, das Daten oder Text anzeigt. Widgets werden im Raster des Dashboards platziert, in der Größe angepasst und einzeln mit den anzuzeigenden Daten konfiguriert. Die verfügbaren Widget-Typen sind KPI, Balken, Linie, Statischer Balken, Wasserfall, Kreis, Listogramm und Textfeld.

Wirtschaftsjahr

Ein Wirtschaftsjahr ist ein Zeitraum von 12 Monaten, der von einem Unternehmen oder einer Organisation für finanzielle und wirtschaftliche Zwecke verwendet wird. In Consolidation & Financial Planning muss das Wirtschaftsjahr nicht unbedingt dem Kalenderjahr entsprechen, sondern kann mit einem beliebigen Monat beginnen.

X

XBRL

XBRL steht für eXtensible Business Reporting Language und ist eine auf XML basierende Sprache für die Erstellung von elektronischen Dokumenten in der Finanzberichterstattung.

Der XBRL-Standard ist ein international anerkannter Standard zur Erstellung und Übermittlung von elektronischen Finanzdaten an Behörden, Investoren und andere Empfängerkreise. So stellen gesetzliche Vorgaben in vielen Ländern die Anforderung, Finanzberichte im XBRL Format zu erstellen.

Der Aufbau der elektronischen Unternehmensdaten basiert i. d. R. auf einem bestimmten Rechnungslegungsstandard und wird als XBRL-Taxonomie bezeichnet. Beispiele sind die HGB-, IFRS-, US-GAAP-Taxonomien.

Z

Zeitreihe

Zeitreihen sind Elemente im Lucanet.Financial Client, deren Werte teilweise bereits vorgegeben sind, z. B. Arbeitstage pro Jahr, und teilweise individualisierbar sind.

Zuordnungstabelle

Zuordnungstabellen werden in Consolidation & Financial Planning verwendet, um alle aus einem Quellsystem importierten Elemente (z. B. Konten, Buchungskreise, Kostenstellen, Partner, Transaktionswährungen, Bewegungsarten, Datenebenen und Bewertungsebenen) und ihre Zuordnung zu den entsprechenden Elementen in der Lucanet-Datenbank zu speichern. Zuordnungen werden während eines Datenimports definiert und können jederzeit geändert oder gelöscht werden.

Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI erstellt und vor der Veröffentlichung von Lucanet-Fachexperten geprüft.

Zuletzt aktualisiert am 19.10.2026

Inhaltsverzeichnis
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